Mitten in der Weinlese….

Unsere regionale Tageszeitung berichtete gestern von der Weinlese in der Pfalz. Um ein Statement wurde auch Andreas gebeten, welches wir hier gerne zitieren möchten: „Bereits mitten in der Lese ist Andreas Scherr vom gleichnamigen Weingut in Hainfeld. Er kann sich dabei auf seine 15-köpfige Lesemannschaft verlassen. Auch wenn er rund 60 Prozent seiner Früchte per Vollernter liest, sämtliche Wingerte werden von Hand vorsortiert. Was angeschlagen ist, wird großzügig herausgeschnitten. „Was sich im Weinberg erledigen lässt, muss man im Keller nicht mehr leisten“, so Scherr. Er geht davon aus, „dass wir in diesem Jahr trotz weniger Sonne und mehr Wasser eine vernünftige Qualität hinbringen“. Durchaus Gefahren bergen die sehr prallen Beeren, die aufzuplatzen drohen und damit der Kirschessigfliege wieder Angriffsfläche bieten. Spritzen sei da recht ineffektiv. Könne doch danach zwei Wochen nicht geernet werden. … Scherr geht davon aus, dass dieses eher kühlere Jahr neben einer etwas markanteren Säure vielleicht auch schlankere Weine hervorbringt. „Diesmal müssen die Winzer zeigen, was sie können.“ Zuletzt hat das Gut Schwarzriesling gelesen, der vor allem für Sekt und Rosé gebraucht wird. 85 Grad Oechsle bei einer moderaten Säure von 9,5 im Moststadium sind für ihn absolut in Ordnung. Innerhalb von vier bis fünf Wochen soll die Ernte abgeschlossen sein, wobei der Weinmacher auf jeden Fall noch möglichst viel Herbstsonne ausnutzen möchte, um die Trauben am Stock reifen zu lassen.
Die Rheinpfalz, Montag, 27. September 2021
(Auf dem 1. Foto sieht man übrigens die „sektionale Färbung“ bei einer Grauburgunder-Traub. Ein Wunder der Natur!)

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